Was würdest Du anders machen? -Nichts!
Den hier geschriebenen Schmähschriften kann ich nichts abgewinnen oder sie bestätigen, im Gegenteil. Wie viele andere Menschen auch, deren wahre Stimmen auf ihrer homepage im Gästebuch nachzulesen sind, habe ich die Ausbildungsleitung als einen beachtenswert ehrlichen Menschen voller Ruhe, Respekt, Herzenswärme und Weisheit kennengelernt, deren fachliche Kompetenz ausser Frage steht. Keine Schmeicheleien, sondern ehrliches Lob, keine harsche Kritik, sondern eine zielsichere Analyse nebst Ansprache. Genau das bringt den angehenden Yogalehrer, der eine grosse Verantwortung für Menschen haben wird, weiter.
Eine Intoleranz an kritischer Ansprache und dementsprechender Darstellung dessen erinnert mich an das kindlich / jugendliche Verhalten zu Schulzeiten. Mit z.B. Physik hat es nicht geklappt, mit Geschichte kann ich auch nichts reissen, also versuche ich es, als letztem Versuch, mit Mathe. Ich habe zwar keine innere Verbindung zu Zahlen, aber es wird schon irgendwie klappen, denn immerhin beherrsche ich ja perfekt das kleine Einmaleins, Hausaufgaben brauche ich ergo nicht anzufertigen, heimisches Lernen ist überflüssig, ich bin ja nunmal ein Zahlengott! Die erste Klausur steht an und, oh je, was steht drunter? “Mangelhaft,; die mangelnde Verbindung zu Zahlen ist spürbar, vielleicht ist es besser, Du versuchst es mit Kunst?”
Welch Schmach, was sage ich nun meinen Eltern und meinem Umfeld? Ich hab es! Der Lehrer ist Schuld! Meine Benotung ist Willkür! Der Lehrer hat mich auf dem Kieker und kann den Lehrstoff sowieso nicht vermitteln, keiner in der Klasse versteht die Lehrsequenzen! Damit ich aber nicht alleine dastehe und es glaubhafter wird, motiviere ich Andere, meine Version zu unterstützen!
Merkwürdig, dass der Rest meiner Mitschüler gute Noten bekommen hat.
Thomas J. Beek, Essen
18 January 2020
Unprompted review